Nadelstiche gegen Heuschnupfen
VON SIMON NEUTZE
Frühling und Sommer waren für Konstantin lange kein Anlass zur Freude. Gräser-, Baum-und Blütenpollen sorgten für regelmäßige Niesattacken. Immer wieder musste er beim Fußballspielen mit seinen Freunden eine Auszeit nehmen und seine geschwollenen Augen mit einem feuchten Waschlappen kühlen. Konstantin litt unter starkem Heuschnupfen: "Ich bin allergisch auf alles Mögliche, was fliegt", sagt der Zehnjährige.
Mit Desensibilisierung und Medikamenten wurde er deswegen fast zwei Jahre lang konventionell behandelt. "Erfolglos", sagt Konstantins Mutter. "Schließlich hat uns ein Freund geraten, es mal mit Akupunktur zu versuchen. Die Allergien liegen bei uns in der Familie, daher haben mein Mann und ich die Methode erstmal selbst getestet." Zuerst sei man sehr skeptisch gewesen, "aber der Erfolg war erstaunlich. Die Psyche spielt da wohl keine Rolle." Schließlich wurde auch Konstantin dem Team des Akupunkturzentrums Wiesbaden anvertraut, "und die Behandlung hat super angeschlagen."
Bei der Akupunktur werden Energiebahnen, die an bestimmten Stellen des Körpers verlaufen, mit Nadelstichen stimuliert. Eine halbe Stunde lang muss Konstantin bei der Behandlung ruhig liegen, insgesamt acht Nadeln werden in seinem Gesicht platziert. Schmerzhaft ist die Prozedur nicht, die Stiche dringen nur wenige Millimeter tief. "Vor dem ersten Mal hatte ich Angst, dass es weh tut. Aber man spürt die Nadeln eigentlich gar nicht", versichert er.
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