Bewegung gegen trübe Stimmung

„Medizin bürgernah" macht die Zuhörer fit für die kalte Jahreszeit

Das persönliche ,,Wintergewicht" berechnen, eine Mineralwasser-Verkostung planen und während des Zäh­neputzens jeden Morgen und Abend die Skifahrer-Haltung mit gebeugten Knien einneh­men: Derlei Ausgefallenes lern­ten die Besucher der Veranstal­ tung „Medizin bürgernah - Fit und gesund durch den Winter" von Dr. Lutz Lührs vom Askle­pios-Gesundheitszentrum.

Der Körper legt im Winter Gewicht zu

Der Internist musste den Abend allein bestreiten, da die zweite Referentin, Dagmar Heilhecker-Hoff, Fachkraft für Er­ nährungsmedizin, erkrankt war. Lührs erläuterte die An fechtungen, denen unser Körper in der kalten Jahreszeit ausge­setzt sei, in der er übrigens an Gewicht zulege, das im Sommer meist wieder verschwinde, und empfahl als wirkungsvolle Gegenmittel „mehr Bewegung, mehr Licht, gutes Essen mit Mi­neralstoffen und Vitaminen und genug Flüssigkeit". Vor allem draußen kurbelt Bewegung das Immunsystem an, ermöglicht eine bessere Anpassung des Körpers an die Jahreszeit und erweist sich als besonders wir­kungsvolles   Antidepressivum. „Sie ist effizienter und hat kei­ne Nebenwirkungen, wie wir sie von den entsprechenden Medikamenten her kennen."

Die Ausführungen über die Ernährung enthielten weitgehend Bekanntes. So riet Lührs zu ausgewogener Mischkost mit täg­lich ein bis zwei Handtellern voll Fleisch, Fisch, Käse oder zwei bis drei Fäusten Milchpro­dukte (1,5 Prozent Fett), maximal zwei Portionen rohem Obst und mindestens drei Portionen rohem Gemüse, wobei Saisona­lem und Regionalem der Vorzug zu geben sei, derzeit Apfel und Kohl.

Die komplexen Kohlenhydrate beispielsweise in Pell- und Salz­kartoffeln (nicht Chips!), Gemü­se, Reis, Hülsenfrüchten, Voll­kornbrot und -nudeln seien den einfachen in Süßigkeiten vorzuziehen. Eiweiß, also Protein, lie­fere wichtige Bausteine: Amino­säuren. Von den 20 benötigten kann unser Körper acht nicht selbst herstellen: ,,Auch Fett brauchen wir unter anderem als Energielieferanten, aber gewiss nicht in dem Umfang, wie es in Deutschland gegenwärtig geges­sen wird", betonte Lührs. Rei­nes Gänseschmalz sei übrigens mit seinen überwiegend unge­sättigten Fettsäuren gehärtetem Palmfett unbedingt vorzuzie­hen, pflanzliches Fett also nicht prinzipiell besser als tierisches.

Das richtige Mineralwasser finden

Abschließend widmete sich Lührs dem ausreichenden Trin­ken. Um das zu gewährleisten, solle man verschiedene Mine­ralwässer so lange testen, bis man das optimale für sich ge­funden habe. ,,Denn das Lei­tungswasser in Wiesbaden ist zwar sauber und toll, aber total nährstofffrei." Nur wenn einem ein Mineralwasser richtig gut schmecke, trinke man genü­gend: zwei bis drei Liter pro Tag. Damit senke man seine Infektanfälligkeit, fördere die Verdauung, tue etwas für Haut, Haare und vieles mehr. ,,Wenn ich Ihnen so etwas Vielverspre­chendes per Rezept verordnen würde, würden Sie es doch auch nehmen!"

 

Ein Text von Angelika Eder aus dem Wiesbadener Kurier.

 

Kontakt

Dr. med. Lutz Lührs

Telefon:   0611 847 27440
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